FDP: Erbschaftsteuer korrigieren
Andreas Funk | 28. September 2009Noch am Wahlabend fordert der finanzpolitische Sprecher der FDP Otto Solms die Korrektur der Erbschaftsteuer und weiterer Maßnahmen der großen Koalition. Der Gesetzgeber – in Form der großen Koalition – hatte erst mit Mühen das neue Recht Anfang diesen Jahres auf den Weg gebracht und nun scheint die Baustelle “Erbschaftsteuer” erneut aufgerissen zu werden.
Hintergrund: Diese Maßnahme wäre „ein erster konkreter Schritt zum Wettbewerbs-Föderalismus”, sagte Hermann Otto Solms schon vor Monaten auf einem Parteitag. Einige Delegierte hatten damals schon die Abschaffung der Erbschaftssteuer gefordert, weil sie eine „Neid”- und „Bagatellsteuer” sei. Die Erbschaftssteuer sollte nach dem Willen der FDP den Ländern überlassen werden. Die Beratung im Steuerrecht wird damit wohl nicht leichter.
Am 6. Oktober 2009 um 13:32 Uhr
Die Erbschaftssteuer ist für Erben zweiten Grades, wie Neffen, Nichten oder Geschwister, die absolute Abzocke. 30 % ab dem Freibetrag!!! Versteuertes Geld soll nochmal versteuert werden und dann noch in dieser gewaltigen Höhe (vor dem 1.1.2009 “nur” 17 %). Und wo liegt der Unterschied, welchen Grades der Erbe ist. Manchmal stehen zum Beispiel Verwandte zweiten Grades dem Erblasser näher als die eigenen Kinder… Die Erbschaftssteuer gehört ersatzlos gestrichen!